Kurz nach Zehn

Abendlob mit den Essener Domsingknaben: Wirklich erstaunlich, mit welcher Wachheit und Konzentration die kleinen Kerlchen um diese Uhrzeit noch singen!

Das Abendlob endet mit Dietrich Bonhoeffers Gedicht-Gebet Von guten Mächten treu und still umgeben … Sooft ich diesen Text höre – und ich habe ihn nun schon oft gehört -, er nutzt sich nicht ab, er erreicht mein Herz. Wohl deshalb, weil diese Sätze, die nach warmer Poesie aus ruhigen Tagen klingen, in Wirklichkeit Glaubensbekenntnis aus der drückenden Einsamkeit eines Gestapokellers sind. Mit diesen Tönen und Worten lässt sich in die angebrochene Nacht gehen.

3 Responses to “Kurz nach Zehn”

  1. Roby sagt:

    Fünf vor Zwölf…

    fast das Ende des Tages verpasst.
    „Von guten Mächten wunderbar geborgen…“ – Es nutzt sich nicht ab. In der Tat. Bonhoeffer muss die Menschen gut gekannt haben. Und Gott vertraut haben. In Lebenslagen, die ich mir nicht einmal ansatzweise vorstellen kann. Gott sei Dank.

    Eine gute Idee, dieses Weblog. Es hilft vielleicht, diesen schnellen Tagen mit viel Aktivität, Vorbereitung, Engagement … hin und wieder eine kleine Pause zu verschaffen.

  2. Eine hervorragende Idee. Ich befürchte, dass ich nicht zu den Heilig-Rock-Tagen kommen kann. Aber so kann ich wenigstens ein bißchen von der Atmossphäre mitbekommen.

    frater Benedikt

  3. Astrid Baumgärtner sagt:

    Von guten Mächten, immer wider neu, immer wieder mal anders, immer wieder mal ganz besonders. Diese Worte tun gut.

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